Posts Tagged VDIV - Seite12

Mehr Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser – Trendwende mit begrenzter Wirkung

Von Januar bis Oktober 2025 wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt insgesamt 195.400 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt. Das entspricht einem Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neben Einfamilienhäusern tragen nun vor allem Mehrfamilienhäuser deutlich zum Aufwärtstrend bei und liefern damit ein wichtiges Signal für den angespannten Wohnungsmarkt.

Im Neubau stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um 13,2 Prozent auf rund 104.000 Einheiten. Auch Einfamilienhäuser verzeichneten einen kräftigen Zuwachs von 16,6 Prozent auf etwa 37.000 Einheiten. Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich der Wohnheime, in dem die Genehmigungen um 43 Prozent auf 7.400 Wohnungen zunahmen. Umbau- und Erweiterungsprojekte trugen mit 33.000 genehmigten Wohnungen ebenfalls leicht positiv bei.

Allein im Oktober 2025 wurden 19.900 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hochgerechnet könnte die Zahl der genehmigten Wohneinheiten zum Jahresende bei etwa 235.000 bis 240.000 liegen. Damit würde das Ergebnis von 2024 deutlich übertroffen.

Gleichzeitig bleibt die strukturelle Unterdeckung bestehen. Der vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ermittelte Jahresbedarf von rund 350.000 zusätzlichen Wohnungen wird weiterhin klar verfehlt. Der Anstieg der Genehmigungen deutet zwar auf eine Stabilisierung hin, reicht jedoch nicht aus, um den Wohnraummangel kurzfristig spürbar zu entschärfen.

Mehr News vom VDIV und zur Immobilienverwaltung unter https://www.hausverwaltung-koeln.com/news/

Deutschlandfonds: 130 Milliarden Euro sollen private Investitionen mobilisieren

Der Bund bündelt unter der Dachmarke „Deutschlandfonds“ bestehende und neue Förderinstrumente mit dem Ziel, Investitionen in Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro anzustoßen. Der Staat stellt dafür knapp 30 Milliarden Euro in Form von Garantien und Gewährleistungen bereit, ergänzt durch 600 Millionen Euro frisches Haushaltskapital. Mindestens 100 Milliarden Euro sollen aus dem privaten Sektor kommen. Der Fonds ist bei der KfW angesiedelt und wird von deren Vorstandsvorsitzendem Stefan Wintels gesteuert.

Adressiert werden drei zentrale Bereiche: Industrie und Mittelstand, Energieversorgungsunternehmen sowie Start-ups und Scale-ups. Für Industrie und Mittelstand sind unter anderem Bankgarantien, Bürgschaften, Verbriefungen und Wagniskapital vorgesehen, ergänzt durch die Integration des bestehenden Rohstofffonds. Im Energiesektor sollen zinsvergünstigte Kredite, staatlich abgesicherte Investitionsfinanzierungen und spezielle Instrumente für Großprojekte wie Netzausbau, Elektrolyseure und Geothermie helfen, bislang kaum absicherbare Investitionen möglich zu machen. Der Bereich Start-ups fokussiert sich auf Wachstumsfinanzierungen in DeepTech, KI, Bio- und Klimatechnologie sowie erstmals auch Verteidigungstechnologie. Neu ist zudem, dass die KfW sich künftig direkt an Start-ups beteiligen darf.

Politisch wird der Fonds als Signal für mehr Tempo und Zuversicht verkauft. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) betonte, dass öffentliche Mittel allein nicht ausreichen, während Wirtschaftsministerin Katherina Reiche den Deutschlandfonds als „sicheren Hafen“ für privates Kapital bezeichnete. Auch aus der Start-up-Szene kommt Zustimmung, da insbesondere die schwache Finanzierung später Wachstumsphasen in Deutschland seit Jahren als Standortnachteil gilt.

Gleichzeitig mehren sich kritische Stimmen. Experten bezweifeln, ob Garantien allein ausreichen, um Investoren dauerhaft zurückzugewinnen. Zwar stammen rund 90 Prozent aller Investitionen aus dem Privatsektor, doch Unsicherheit, hohe Kosten und regulatorische Hürden bremsen das Engagement seit Jahren. Zudem fällt die angestrebte Hebelwirkung deutlich geringer aus als ursprünglich angekündigt. Statt eines Verhältnisses von eins zu zehn spricht die Bundesregierung nun nur noch von eins zu vier.

Auch aus Investorenkreisen kommt Kritik an der Schwerpunktsetzung. Während der Energiesektor stark berücksichtigt wird, bleiben andere Infrastrukturbereiche wie Verkehr oder digitale Netze außen vor. Beratungen wie McKinsey sehen weiteren Reformbedarf und empfehlen klarere Zielvorgaben, ein übergeordnetes Steuerungsgremium sowie bessere steuerliche Rahmenbedingungen, um die volle Wirkung zu entfalten.

Die Bundesregierung kündigt an, den Deutschlandfonds schrittweise weiterzuentwickeln. Vorerst steht jedoch die Bewährungsprobe an: Der Fonds muss Investoren überzeugen, Projekte zügig auf den Weg bringen und zeigen, ob staatliche Garantien tatsächlich den erhofften Investitionsschub auslösen können.

Mehr News vom VDIV und zur Immobilienverwaltung unter https://www.hausverwaltung-koeln.com/news/

Hausverwaltung Köln, Schleumer Treuhand Immobilienverwaltung Köln ist im VDIV  Hausverwaltung Köln, Schleumer Treuhand Immobilienverwaltung Köln bildet aus

Kontakt

Siegburger Str. 364 • 51105 Köln
Tel.: 0221 / 969 824 - 00
Fax.: 0221 / 969 824 - 99
kontakt@hausverwaltung-koeln.com
Zum Kontaktformular