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Alle 20 Minuten eine: Unternehmensinsolvenzen auf höchstem Stand seit 2014

Besonders häufig betroffen waren Unternehmen aus Verkehr und Lagerei, dem Gastgewerbe sowie dem Baugewerbe. Bezogen auf 10.000 Unternehmen lag die Insolvenzhäufigkeit 2025 insgesamt bei 69 Fällen. Trotz der gestiegenen Fallzahlen lagen die offenen Forderungen der Gläubiger 2025 mit rund 47,9 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert. Das Statistische Bundesamt führt dies darauf zurück, dass 2024 mehr große Insolvenzen zu verzeichnen waren. 

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer sieht darin ein weiteres Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. DIHK-Chefanalyst Volker Treier erklärte, 2025 habe im Durchschnitt alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken rechnet für 2026 zwar mit einer leichten Entspannung auf 23.100 Unternehmens- und 76.500 Verbraucherinsolvenzen, knüpft dies aber ausdrücklich an sinkende Energiepreise und eine rasche Beruhigung der geopolitischen Lage. 

Für die Immobilienwirtschaft sind die Zahlen auch deshalb relevant, weil sie die anhaltend angespannte gesamtwirtschaftliche Lage unterstreichen. Gerade in kostenintensiven Branchen wie Bau und Dienstleistungen bleibt der Druck hoch. 

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Heizungswahl wird zum Kostenrisiko: Fraunhofer-Analyse warnt vor steigenden Nebenkosten

Hintergrund ist insbesondere die künftig steigende Beimischung teurer, knapper grüner Gase sowie der ab 2027 greifende europäische CO₂-Emissionshandel, der fossile Energieträger zusätzlich verteuert. Damit verlagert sich das Kostenrisiko zunehmend in die Betriebskosten – und damit direkt zu den Mietern.

Für Eigentümerinnen, Eigentümer und Verwaltungen entsteht daraus ein strategisches Spannungsfeld: Während Investitionsentscheidungen bei der Heiztechnik kurzfristig kostengetrieben getroffen werden, wirken sich die Folgekosten langfristig auf die Nebenkostenentwicklung, die Vermietbarkeit und potenzielle Konflikte mit Mietern aus.

Die Ergebnisse unterstreichen zudem das bekannte Nutzer-Investor-Dilemma: Eigentümer entscheiden über die Heiztechnik, während Mieter die laufenden Energiekosten tragen. Die Fraunhofer-Analyse zeigt, dass die Betriebskostennachteile fossiler Systeme perspektivisch sogar bestehende Umlagebegrenzungen übersteigen können. Die Wahl der Heiztechnik wird zunehmend zur wirtschaftlichen und sozialen Risikoentscheidung. Neben Investitionskosten müssen stärker denn je auch langfristige Betriebskosten, regulatorische Entwicklungen und Akzeptanzfragen berücksichtigt werden.

Die Studien „Ergebnisse Einzelgebäude 23.03.2026″ (Fraunhofer ISI, 2026) finden Sie hier:  https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2026/presseinfo-05-gebaeudemodernisierungsgesetz-BUND.html. Die „EWI-Kurzanalyse zu den Eckpunkten des Gebäudemodernisierungsgesetzes” (EWI, 2026) ist hier abrufbar: https://www.ewi.uni-koeln.de/de/publikationen/.

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