Archiv für April 2026

Energetische Sanierung in WEG braucht endlich politische Realität statt Theorie

Die politische Relevanz des Themas ist erheblich. Wer über Klimaziele, Gebäudeeffizienz und bezahlbares Wohnen spricht, muss die tatsächlichen Rahmenbedingungen in WEG kennen. Frühere Erhebungen zeigen bereits, wie anspruchsvoll die Umsetzung energetischer Sanierungen für Immobilienverwaltungen und Eigentümergemeinschaften ist. Nicht nur fehlende finanzielle Spielräume bremsen Investitionen aus. Hinzu kommen Unsicherheit, mangelnde Orientierung und komplexe Abstimmungs- und Beschlussprozesse.

Gerade deshalb ist eine breite Beteiligung wichtig. Die Umfrage kann belastbare Argumente gegenüber Politik, Verwaltung und Fördermittelgebern liefern und dazu beitragen, die Perspektive der Praxis sichtbarer zu machen. Wer teilnimmt, unterstützt das Ziel, aus politischen Anforderungen endlich verlässliche und umsetzbare Rahmenbedingungen für energetische Sanierungen in WEG zu machen.

Zur Umfrage geht es hier: https://Energiewendenbefragung.sawtoothsoftware.comhttps://Energiewendenbefragung.sawtoothsoftware.com

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Förderung für Ladeinfrastruktur im Mehrparteienhaus gestartet

„WEG brauchen ein Verfahren, das zu den praktischen Begebenheiten passt. Dass Anträge jetzt auch vor einer Beschlussfassung durch die Eigentümergemeinschaft gestellt werden können, ist daher wegweisend. Damit werden erstmals WEG zielgerichtet gefördert“, erklärt Martin Kaßler, Geschäftsführer des VDIV Deutschland.

Positiv ist auch die klare Ausrichtung: Das Programm richtet sich gezielt an WEG, KMU und private Vermieter sowie an größere Wohnungsunternehmen, und nimmt damit den Gebäudebestand erstmals differenziert in den Blick. Wichtig ist zudem, dass nicht nur einzelne Wallboxen, sondern auch Netzanschluss und bauliche Maßnahmen gefördert werden. Dies ermöglicht erstmals skalierbare Lösungen. Für jedes antragsgegenständliche Mehrparteienhaus gilt dabei, dass mindestens 20 Prozent der vorhandenen und im Zusammenhang mit der Wohnnutzung in dem Mehrparteienhaus genutzten Stellplätze und mindestens sechs Stellplätze vorverkabelt werden müssen. 

Der VDIV Deutschland bewertet das Programm als wichtigen Schritt für den Ausbau der E-Mobilität im Mehrfamilienhaus. Zugleich wird die praktische Umsetzung entscheidend sein. Im Interview mit MDR AKTUELL betonte Martin Kaßler, dass nun möglichst schnell möglichst viele Ladepunkte geschaffen werden müssten. Das Prinzip der Mittelvergabe nach Antragseingang erhöhe den Zeitdruck für Verwaltungen und Eigentümergemeinschaften allerdings erheblich.

Den Beitrag können Sie hier lesen oder hören: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/elektro-e-auto-ladesaeule-foerderung-mehrfamilienhaeuser-100.html 

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