Archiv für Mai 2026

Umweltbundesamt-Bericht zeigt steigende CO2-Emmissionen im Gebäudesektor

Während die Energiewirtschaft leichte Fortschritte verzeichnete und auch die Industrie ihre Emissionen unter anderem konjunkturbedingt senken konnte, zeigen sich in anderen Bereichen gegenläufige Entwicklungen. Besonders relevant für die Immobilienwirtschaft: Im Gebäudesektor stiegen die Emissionen um 3,4 Prozent. Auch der Verkehrssektor legte zu.

Die Zahlen verdeutlichen, dass zentrale Klimaziele zunehmend unter Druck geraten. Laut UBA wird sich die Klimaschutzlücke bis 2030 voraussichtlich auf rund 30 Millionen Tonnen CO₂ vergrößern. Damit würde das gesetzlich verankerte Reduktionsziel von 65 Prozent gegenüber 1990 um etwa 2,4 Prozentpunkte verfehlt. Zwar bleibt das Ziel grundsätzlich erreichbar, der bisherige Puffer ist jedoch nahezu aufgebraucht.

Auch langfristig sieht das UBA deutlichen Handlungsbedarf. Die Ziele für 2040 und die angestrebte Treibhausgasneutralität bis 2045 gelten mit den derzeitigen Maßnahmen als nicht erreichbar. Insbesondere fehlen tiefgreifende Transformationen in mehreren Sektoren.

Als zentrale Hebel nennt der Bericht den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, den Aufbau entsprechender Infrastruktur sowie den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Für den Gebäudesektor bedeutet das: Ohne zusätzliche Maßnahmen bei Effizienz, Sanierung und Heizsystemen wird eine nachhaltige Emissionsreduktion kaum zu erreichen sein.

Mehr dazu finden Sie hier: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1170464 

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Wärmepumpe wird zum Standard: Absatz überholt Gasheizung

Parallel wächst der Bestand rasant: Ende 2025 waren rund 1,9 Millionen Wärmepumpen in Betrieb. Die Marke von zwei Millionen Anlagen dürfte Anfang Mai 2026 überschritten worden sein. Branchenvertreter sprechen damit von einem strukturellen Wandel im Wärmemarkt.

Ein zentraler Treiber ist die zunehmende Abkehr von fossilen Energieträgern. Die geopolitische Lage unterstreicht die Notwendigkeit, Energieversorgung unabhängiger zu gestalten. Wärmepumpen gelten dabei als Schlüsseltechnologie, da sie sowohl zur CO₂-Reduktion als auch zur Senkung der Importabhängigkeit beitragen.

Hinzu kommt ein klarer Kostentrend: Fossile Energieträger haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verteuert. Laut aktuellen Auswertungen stiegen die Kosten für Erdgas zwischen 2021 und 2024 um 40,6 Prozent, für Heizöl sogar um 47,3 Prozent. Strom, der für den Betrieb von Wärmepumpen benötigt wird, legte im gleichen Zeitraum lediglich um 1,8 Prozent zu.

Die Entwicklung zeigt: Die Entscheidung für Wärmepumpen ist längst nicht mehr nur klimapolitisch motiviert, sondern zunehmend auch wirtschaftlich begründet. Die Absatzzahlen des Bundesverband Wärmepumpe e.V. (bwp) finden Sie hier: https://www.waermepumpe.de/presse/zahlen-daten/absatzzahlen/ 

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