Archiv für Mai 2026

Wunsch nach Wohneigentum bleibt stabil – Eigenkapital größte Hürde

Die Realität sieht jedoch deutlich zurückhaltender aus: Nur 26 Prozent der grundsätzlich Interessierten planen konkret, in absehbarer Zeit eine Immobilie zu erwerben. Hauptgrund sind die hohen Kosten. 55 Prozent der überzeugten Mieter nennen die finanziellen Hürden als zentrales Hindernis. Hinzu kommen Aspekte wie Verantwortung (35 Prozent) und geringere Flexibilität (31 Prozent).

Vor allem das notwendige Eigenkapital erweist sich als entscheidender Engpass. Nur noch rund 6 Prozent der jüngeren Mieterhaushalte verfügen über ausreichend finanzielle Mittel, um eine typische Immobilie finanzieren zu können. Entsprechend bewerten 86 Prozent der Befragten den Erwerb von Wohneigentum heute als schwieriger als noch vor fünf Jahren.

Gleichzeitig gewinnt das Thema Altersvorsorge an Bedeutung. Viele Haushalte sehen in der eigenen Immobilie einen zentralen Baustein zur Absicherung im Alter, bezweifeln jedoch zunehmend, dass ihre finanzielle Vorsorge ausreicht.

Vor diesem Hintergrund fordert die Branche gezielte politische Maßnahmen. Im Fokus stehen stärkere Anreize für den Eigenkapitalaufbau sowie Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer. „Auch verlässliche Förderbedingungen, insbesondere für energetische Modernisierungen, sind entscheidend, um den Zugang zu Wohneigentum wieder zu erleichtern“, so Martin Kaßler, VDIV-Geschäftsführer. 

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Arbeitskosten steigen weiter – Deutschland bleibt deutlich über EU-Niveau

Im europäischen Vergleich bleibt Deutschland ein Hochkostenstandort: Die Arbeitskosten liegen rund 29 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 34,90 Euro je Stunde. Noch höher sind sie nur in wenigen Ländern, allen voran Luxemburg mit 56,80 Euro sowie Dänemark und den Niederlanden. Am unteren Ende der Skala liegen Bulgarien, Rumänien und Ungarn mit deutlich geringeren Arbeitskosten.

Auch langfristig zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend. Seit 2020 sind die Arbeitskosten in Deutschland im Durchschnitt um 22,3 Prozent gestiegen. Besonders stark fiel der Anstieg in einzelnen Dienstleistungsbereichen aus, etwa im Gastgewerbe sowie bei freiberuflichen und wirtschaftlichen Dienstleistungen, wo die Kosten teils um mehr als 30 Prozent zulegten.

Auffällig ist jedoch: Trotz dieser Dynamik hat sich der Abstand zum EU-Durchschnitt kaum verändert. Deutschland lag bereits 2020 rund 30 Prozent über dem europäischen Mittelwert und bewegt sich weiterhin auf einem ähnlichen Niveau.

Die Zahlen unterstreichen die strukturellen Herausforderungen für den Standort Deutschland. Steigende Arbeitskosten treffen auf ein ohnehin angespanntes wirtschaftliches Umfeld und erhöhen den Druck auf Produktivität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Details dazu finden Sie beim Statistischen Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_148_624.html 

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