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Wettbewerbsfähigkeit: Zentrale Standortnachteile Deutschlands im internationalen Vergleich

Ein zentrales Warnsignal sind die Unternehmensinvestitionen. Diese sind zuletzt rückläufig und entwickeln sich im Vergleich zu anderen G7-Staaten, China und Schweden schwächer. Parallel dazu liegt die effektive durchschnittliche Unternehmensbesteuerung in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau. Im internationalen Vergleich zählt Deutschland damit zu den Hochsteuerstandorten, was Investitionsanreize zusätzlich dämpft.

Auch die Kostenstruktur verschlechtert sich. Die Lohnstückkosten sind seit 2015 deutlich stärker gestiegen als im G7-Durchschnitt. Während steigende Löhne grundsätzlich Ausdruck wirtschaftlicher Stärke sein können, führen sie in Kombination mit schwacher Produktivitätsentwicklung zu einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere im industriellen Kernbereich.

Ein weiterer struktureller Nachteil sind die hohen Energiepreise. Deutschland weist im G7-Vergleich einen der höchsten Industriestrompreise auf. Für energieintensive Branchen stellt dies einen erheblichen Standortnachteil dar, der Investitionsentscheidungen und Produktionsverlagerungen beeinflussen kann.

Langfristig besonders problematisch ist der demografische Ausblick. Bis 2033 wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Deutschland vergleichsweise stark schrumpfen. Damit drohen Fachkräfteengpässe, geringere Wachstumsimpulse und zusätzlicher Druck auf die sozialen Sicherungssysteme.

Auch die globale Bedeutung der deutschen Wirtschaft nimmt ab. Der Anteil Deutschlands an der weltweiten Wirtschaftsleistung ist seit 1995 deutlich zurückgegangen und hat sich nahezu halbiert. Während China seinen Anteil massiv ausbauen konnte, verliert Deutschland relativ an Gewicht innerhalb der Weltwirtschaft.

In der Gesamtschau verdeutlicht die Analyse: Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit wird nicht durch einen einzelnen Faktor geschwächt, sondern durch das Zusammenwirken mehrerer struktureller Belastungen. Hohe Steuer- und Energiekosten, steigende Lohnstückkosten, demografischer Wandel und rückläufige Investitionen verstärken sich gegenseitig. Vor diesem Hintergrund unterstreicht das Papier die Dringlichkeit wirtschaftspolitischer Reformen, um Standortbedingungen zu verbessern, Investitionen zu stärken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Die gesamte Auswertung dazu finden Sie hier: https://www.bundestag.de/resource/blob/1139336/vergleich-wettbewerbsfaehigkeit.pdf 

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Angebotsmieten steigen deutlich schneller als Inflation – befristete Verträge nehmen stark zu

Parallel dazu verschärfen sich die Vertragsbedingungen. Der Anteil befristeter und möblierter Mietangebote erreichte 2025 ein Rekordniveau. Bundesweit entfiel bereits mehr als jedes sechste Inserat auf dieses Segment, in den acht größten Städten nahezu jedes vierte. In München lag der Anteil sogar bei rund einem Drittel. Nach Einschätzung des IfW geht damit das klassische, unbefristete Mietangebot weiter zurück, während Preise und Zugangshürden steigen.

In sieben der acht größten deutschen Städte legten die Angebotsmieten im Quartalsvergleich zu. Besonders deutlich fiel der Anstieg in Köln mit 3,4 Prozent aus, gefolgt von München mit 1,9 Prozent. Hamburg und Frankfurt lagen mit rund einem Prozent etwa im bundesweiten Schnitt. München bleibt zugleich der teuerste Mietmarkt mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 23,35 Euro je Quadratmeter, vor Frankfurt mit 17,36 Euro. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 14,41 Euro. Seit 2015 sind die Angebotsmieten insgesamt um 14 Prozent stärker gestiegen als die allgemeine Teuerung.

Hinzu kommt ein rückläufiges Angebot. Im vierten Quartal 2025 lag die Zahl der Inserate sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau, gegenüber 2015 sogar rund 20 Prozent niedriger. Laut IfW deutet dies darauf hin, dass Mieter mit bestehenden Verträgen ihre Wohnungen halten und ein wachsender Teil der Vermietungen ohne öffentliche Inserate erfolgt.

Bestätigt wird der Trend durch Zahlen des Immobiliendienstleisters JLL. Demnach stiegen die Angebotsmieten in den acht Metropolen im zweiten Halbjahr 2025 im Durchschnitt um 4,4 Prozent. Auch außerhalb der großen Städte zogen die Mieten spürbar an, sowohl in kreisfreien Städten als auch in Landkreisen. Besonders stark verteuerten sich Neubauwohnungen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren betrachtet legten die Mieten in den Metropolen insgesamt um rund 42 Prozent zu.

Für 2026 rechnen Marktbeobachter mit keiner grundlegenden Entspannung. 

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