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Inflation bei 2,9 Prozent: Energiepreise erhöhen Kostendruck im Bestand

Die Inflation in Deutschland hat sich im April weiter beschleunigt. Die Teuerungsrate stieg auf 2,9 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2024. Bereits im März hatte sie bei 2,7 Prozent gelegen, nach 1,9 Prozent im Februar. Haupttreiber waren deutlich gestiegene Energiepreise infolge des Irankriegs.

Besonders stark fiel der Preisanstieg bei Kraftstoffen und Heizöl aus. Energie verteuerte sich insgesamt um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Kraftstoffe lagen um 26,2 Prozent höher, leichtes Heizöl um 55,1 Prozent. Strom, Erdgas einschließlich Betriebskosten und Fernwärme waren dagegen günstiger als ein Jahr zuvor.

Auch andere Kostenbereiche zogen an. Lebensmittel verteuerten sich leicht, darunter Süßwaren, Fleisch und Obst. Dienstleistungen stiegen um 2,8 Prozent. Für den Immobilienbereich sind vor allem höhere Preise für Wartung und Reparatur von Fahrzeugen sowie steigende Nettokaltmieten relevant. Sie zeigen, dass der Kostendruck nicht allein auf Energie beschränkt bleibt.

Für Immobilienverwaltungen bedeutet diese Entwicklung zusätzliche Anforderungen an Planung und Kommunikation. Höhere Energiepreise können Vorauszahlungen, Betriebskostenabrechnungen und Liquiditätsbedarfe deutlich beeinflussen. Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter benötigen nachvollziehbare Erläuterungen, wenn Nachzahlungen steigen oder Wirtschaftspläne angepasst werden müssen.

Auch bei Instandhaltung, Wartung und Dienstleisterkosten sollten Verwaltungen mit weiterem Anpassungsbedarf rechnen. Preissteigerungen können Angebote verteuern, Rücklagenplanungen verändern und Beschlussvorlagen in Wohnungseigentümergemeinschaften beeinflussen. Umso wichtiger sind realistische Kostenansätze, transparente Abrechnung und frühzeitige Information der Gremien.

Ob der Preisdruck anhält, hängt wesentlich von der weiteren Entwicklung der Energie- und Rohstoffmärkte ab. Für die Immobilienverwaltung bleibt entscheidend, Kostenrisiken laufend zu beobachten und finanzielle Spielräume im Bestand vorausschauend zu sichern.

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Immobilienfinanzierung: Eigenkapital und strengere Bankprüfungen bremsen Käufer

Die Finanzierungsbedingungen für Immobilienkäufer bleiben angespannt. Nach einer Online-Umfrage von Von Poll Immobilien unter 236 selbständigen Immobilienexperten berichten 49,8 Prozent der Befragten seit den jüngsten geopolitischen Spannungen von einer schwierigeren Finanzierbarkeit. 31,3 Prozent sehen sogar eine deutlich schwierigere Situation. Nur 18,5 Prozent registrieren keine wesentlichen Veränderungen.

Als Ursache gelten nicht allein die aktuellen geopolitischen Unsicherheiten rund um den USA-Iran-Konflikt. Sie verstärken vielmehr bestehende Belastungen durch Inflation, Energiepreise, wirtschaftliche Unsicherheit und ein anspruchsvolles Zinsumfeld. Finanzierungen sind weiterhin möglich, werden aber intensiver geprüft und setzen eine deutlich sorgfältigere Vorbereitung voraus.

Auch bei den Finanzierungserfolgen zeigt sich ein gemischtes Bild. 41,2 Prozent der Makler beobachten einen leichten Rückgang, 14,2 Prozent einen deutlichen. Gleichzeitig sehen 38,4 Prozent keine Veränderung, 6,2 Prozent berichten sogar von steigenden Erfolgsquoten.

Besonders relevant ist der Zeitpunkt, an dem Finanzierungsprobleme auftreten: 47,4 Prozent der Befragten geben an, dass Hürden meist erst sichtbar werden, wenn die Kaufentscheidung konkreter wird und Objekt-, Finanzierungs- sowie Nebenkosten detailliert geprüft werden. Bei 17,1 Prozent zeigen sich Probleme bereits bei der Budgetprüfung vor der ersten Besichtigung. In 12,3 Prozent der Fälle treten sie erst kurz vor Abschluss der Transaktion auf.

Die größten Hemmnisse liegen nach Einschätzung der Makler beim Eigenkapital und bei der Kreditprüfung. 69,2 Prozent nennen zu geringes oder nicht optimal eingesetztes Eigenkapital als zentrale Herausforderung. 68,7 Prozent verweisen auf strengere Bankprüfungen bei Haushaltsrechnung, Bonität, Sicherheiten und Objektbewertung. Das hohe Zinsniveau folgt mit 56,9 Prozent.

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