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EEG-Tarife sinken ab Februar: Einspeisevergütung für PV-Dachanlagen erneut gekürzt

Seit dem 1. Februar greifen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erneut abgesenkte Vergütungssätze für neu in Betrieb gehende Photovoltaik-Anlagen. Wie gesetzlich vorgesehen, werden die Einspeisetarife halbjährlich um ein Prozent reduziert. Betroffen sind sämtliche Dachanlagen bis 100 Kilowatt Leistung.

Für kleine Dachanlagen bis 10 Kilowatt beträgt die Vergütung bei Teileinspeisung künftig 7,78 Cent pro Kilowattstunde, bei Volleinspeisung 12,34 Cent. Anlagen mit einer Leistung von über 10 bis 40 Kilowatt erhalten bei Überschusseinspeisung 6,73 Cent und bei vollständiger Einspeisung 10,35 Cent pro Kilowattstunde. Für größere Dachanlagen zwischen 40 und 100 Kilowatt liegt die Vergütung bei Teileinspeisung bei 5,50 Cent, bei Volleinspeisung ebenfalls bei 10,35 Cent pro Kilowattstunde.

Die Anpassung erfolgt automatisch im Rahmen des geltenden Degressionsmechanismus. Für Projektentwicklung, Bestandshalterinnen und Bestandshalter sowie und Immobilienverwaltungen bedeutet dies eine fortlaufende Anpassung der Wirtschaftlichkeitsberechnungen bei Neuanlagen.

Parallel dazu ist die Marktdynamik differenziert. Im Jahr 2025 ging – gemessen an der installierten Leistung – mehr Photovoltaik auf Freiflächen ans Netz als im Dachsegment. Die Nachfrage nach Dachanlagen zeigte sich zuletzt rückläufig. Zusätzliche Verunsicherung entsteht durch politische Diskussionen über die zukünftige Förderstruktur. Seitens des Bundeswirtschaftsministeriums wurde angekündigt, die Förderung kleiner Dachanlagen grundsätzlich zu überprüfen.

Hinzu kommt, dass die derzeitige Ausgestaltung der Einspeisevergütung beihilferechtlich nur noch bis Ende des Jahres genehmigt ist. Eine Novelle des EEG steht aus. In der energiepolitischen Debatte werden unter anderem Differenzverträge (Contracts for Difference, CfD) als mögliches künftiges Förderinstrument diskutiert.

Für die Immobilienwirtschaft gewinnt damit die strategische Einbindung von Photovoltaik-Anlagen in Eigenverbrauchs- und Mieterstrommodelle weiter an Bedeutung. Sinkende Vergütungssätze erhöhen den Druck, Wirtschaftlichkeit primär über Eigenstromnutzung, Netzdienstleistungen und sektorübergreifende Konzepte sicherzustellen.

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Mietmarkt unter Druck, Regulierung spaltet, Digitalisierung wird zum Schlüsselfaktor

Auch die Nebenkosten entwickeln sich für viele Haushalte zur zweiten Miete. 57 Prozent der Mieter sparen bereits aktiv Energie und Wasser, bei älteren Mietern liegt der Anteil sogar bei 72 Prozent. Gleichzeitig sehen 70 Prozent der Befragten in der energetischen Sanierung ein Risiko für eine weitere Verschärfung der Marktlage. Wohneigentum ist für 82 Prozent der Mieter faktisch unerreichbar und wird zunehmend als Luxusgut wahrgenommen.

Die Mietpreisbremse bleibt ein zentraler Streitpunkt. Während 74 Prozent der Mieter sie als sinnvolles Instrument zur Dämpfung sozialer Spannungen bewerten, sehen drei Viertel der Entscheider aus der Wohnungswirtschaft darin ein Hindernis für den Neubau. Auch auf Anbieterseite wird die Lage kritisch eingeschätzt: 80 Prozent der Entscheider halten Mieten in Ballungsräumen für kaum noch tragbar, 94 Prozent erwarten zusätzliche Belastungen durch energetische Sanierungen.

Neben der Kostenfrage rücken qualitative Aspekte stärker in den Fokus. Nur 53 Prozent der Mieter sind mit Ausstattung und Zustand ihrer Wohnung zufrieden, lediglich ein Viertel bewertet die digitalen Services der Vermieter positiv. Gleichzeitig gelten schnelles Internet und digitale Kommunikation für fast jeden Zweiten als entscheidende Kriterien bei der Wohnungswahl. Auch das Sicherheitsgefühl ist ausbaufähig: Nur 31 Prozent fühlen sich in ihrer Wohnung sehr sicher.

Als strukturelles Risiko identifiziert das Trendbarometer den Fachkräftemangel. 88 Prozent der Entscheider rechnen mit einer weiteren Verschärfung, insbesondere zulasten von Neubau, Instandhaltung und technischer Gebäudeausstattung. Zwei Drittel sehen in der Digitalisierung von Routineprozessen einen zentralen Lösungsansatz, etwa im Zahlungsverkehr, Mieterservice und in der internen Verwaltung.

Fazit der Studie: Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung entscheiden über die Zukunft des Wohnens. Sowohl Mieter als auch Wohnungswirtschaft fordern gezielten Bürokratieabbau, klare Förderstrukturen und pragmatische Rahmenbedingungen. Ohne vereinfachte Baustandards, schnellere Genehmigungen und stärkere Investitionen in digitale Prozesse wird es kaum gelingen, neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Die gesamte Studie können Sie hier abrufen: https://www.aareal-bank.com/fileadmin/02_Kunden/06_Downloads_PDF/2026/AAB_Trendbarometer_260120.pdf 

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