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Neues Förderprogramm soll leerstehende Gewerberäume in Wohnraum verwandeln

Das Vorhaben zielt darauf, zusätzliche Wohnraumpotenziale schneller zu aktivieren, Innenstädte zu stärken und bestehende Gebäudesubstanz besser zu nutzen. Nach Angaben der Bundesregierung soll das Programm im Sommer 2026 starten. Bereits im Herbst 2025 hatte die Bundesregierung erklärt, dass Eigentümer von Büros und anderen Nichtwohngebäuden über das Programm gezielt unterstützt werden sollen; Mietobergrenzen sind danach nicht vorgesehen. 

Nach den vorab bekannt gewordenen Programmdetails können Anträge ab 1. Juli gestellt werden, allerdings nur vor Baubeginn. Vorgesehen ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 30.000 Euro je neu geschaffener Wohnung, gedeckelt auf 300.000 Euro pro Unternehmen. Gefördert werden soll der Umbau von Gebäuden oder Gebäudeteilen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Voraussetzung ist, dass mindestens eine neue Wohnung entsteht.

Zugleich ist die Förderung an energetische Anforderungen geknüpft. Der Umbau soll mindestens das Niveau Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien erreichen. Ausnahmen sind für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz vorgesehen. Antragsberechtigt sollen alle Investoren sein, auch Selbstnutzer.

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Wohnungsbau: Erste Erholungssignale, aber Neubau bleibt unter Druck

Gestützt wird die leichte Belebung vor allem durch verbesserte Finanzierungsbedingungen. Ein stabileres Zinsumfeld, weitgehend konstante Baupreise und zusätzliche öffentliche Mittel, unter anderem aus dem Sondervermögen für Infrastruktur, stärken die Investitionsbereitschaft. Auch bei den Wohnungsbaukrediten ist wieder Bewegung erkennbar. Dennoch fließt ein erheblicher Teil des Kapitals weiterhin eher in Bestandsimmobilien als in dringend benötigte Neubauprojekte.

Gerade darin sehen Fachleute von Banken, Bauindustrie und aus dem Baugewerbe ein zentrales Problem. Denn trotz erster Aufhellungen reicht die Dynamik nicht aus, um den Wohnraummangel spürbar zu lindern. Nach aktuellen Erwartungen dürften 2025 nur rund 205.000 Wohnungen fertiggestellt worden sein. In den kommenden Jahren wird zunächst sogar mit einem weiteren Rückgang gerechnet, bevor ab 2028 wieder ein leichter Anstieg einsetzen könnte. Damit bleibt der Wohnungsbau deutlich unter dem Niveau, das für eine nachhaltige Entlastung des Marktes erforderlich wäre.

Als wesentliche Hemmnisse gelten weiterhin lange Genehmigungsverfahren, hohe regulatorische Anforderungen und fehlende Planungssicherheit. Aus der Branche kommt deshalb die Forderung nach deutlich mehr Tempo in den Behörden, zusätzlichem Personal sowie einem konsequenten Abbau von Vorschriften und Normen. Inwiefern der Gebäudetyp E oder der Wohnungsbauturbo hier für Abhilfe sorgen könnte, bleibt vorerst abzuwarten. 

Zugleich wird auf Potenziale innerhalb der Branche selbst verwiesen. Eine frühzeitige Bündelung von Architektur, Ingenieurleistungen, Gebäudetechnik und weiteren Planungsdisziplinen kann Abläufe vereinfachen und die Erfüllung komplexer Anforderungen erleichtern. Zusätzlich gilt serielles Bauen mit vorgefertigten Bauteilen als wichtiger Hebel, um Bauzeiten zu verkürzen und Kosten zu senken.

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