Archiv für Juli 2018

„Fehlender Verbraucherschutz für Eigentümer ist absurd“

Den Verbraucherschutz durch eine Professionalisierung der Verwalterbranche zu stärken – das war der Anspruch der Politik bei der Einführung einer Berufszulassungsregelung für Wohnimmobilienverwalter. Davon ist mit dem letzte Woche in Kraft getretenen Gesetz allerdings wenig übrig geblieben. Daher kritisierte der DDIV kürzlich in der Süddeutschen Zeitung: „Die Bundesregierung führt ein Baukindergeld ein und plant Bürgschaftsprogramme, um die Bürger bei der Finanzierung der eignen vier Wände zu unterstützen. Worauf sie aber keinen Wert legt, ist ein ausreichender Verbraucherschutz für die Wohnungseigentümer.”

Eine ganze Seite widmete die Süddeutsche Zeitung dem neuen Gesetz und den damit verbundenen Regelungen zur Weiterbildungs- und Versicherungspflicht. DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler kritisierte daher in einem Interview, dass die Verordnung nicht zur Professionalisierung der Branche beiträgt: „Das Ganze muss man als Anstoß werten, ansonsten sehe ich die Verordnung als leere Hülle.” Kaßler hob dabei vor allem auf den fehlenden Sachkundenachweis und die neue Fortbildungspflicht ab, die mit knapp sieben Stunden im Jahr deutlich zu gering ausfällt.

Versicherungspflicht lückenhaft

Ein scharfer Kritiker der neuen Verordnung ist auch Anusch Alexander Tavakoli, Professor für Wirtschaftsrecht ab der Hochschule Pforzheim. Auch für ihn sind der fehlende Sachkundenachweis und die Weiterbildungspflicht von weniger als sieben Stunden im Jahr nur „ein Tropfen auf den heißen Stein”. Als problematisch bewertet er besonders die ab 1. August geltende Versicherungspflicht, die nicht eindeutig verfasst sei. So könne die neue Regelung auch so verstanden werden, dass nur Vermögensschäden, nicht jedoch Personen- und Sachschäden versichert werden müssten. Dies könne im Zweifelsfall zu hohen Schadensersatzansprüchen führen.

Das Interview mit DDIV-Geschäftsführer können Sie auch online auf der » Website der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

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FDP: Brachland zu Bauland

Bauland ist in Deutschland knapp – so die landläufige Meinung. Eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag richtete sich nun auf das Potenzial von Brachflächen. Nach Angaben der Abgeordneten könnten mehr als 63.000 Hektar Brachflächen in Deutschland für den Wohnungsbau aufbereitet werden.

Die FDP-Fraktion möchte mit der Anfrage unter anderem erfahren, welchen Stellenwert die Bundesregierung der Revitalisierung von Brachflächen für den Wohnungsbau einräumt und welche Maßnahmen hierzu unternommen werden. Darüber hinaus stehen im Fragenkatalog der Fraktion die möglichen Potenziale von Baulücken- und Leerstandskatastern sowie von Dachaufstockungen. Eine Antwort der Bundesregierung steht noch aus.

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