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Mieten steigen weiter – Energieeffizienz prägt zunehmend die Preise

Auffällig ist vor allem die Entwicklung im Umland: Rund um die sieben größten Städte stiegen die Mieten mit 4,2 Prozent noch stärker als in den Kernstädten. Der Trend ist eindeutig: Hohe Preise in den Metropolen treiben Wohnungssuchende ins Umland – und sorgen dort für zusätzlichen Preisdruck.

Im Gegensatz dazu entwickeln sich die Kaufpreise deutlich verhaltener. Eigentumswohnungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser lediglich um 0,7 Prozent. Quartalsweise stagnieren die Preise weitgehend.

Ein struktureller Preistreiber gewinnt dabei weiter an Bedeutung: die Energieeffizienz. Seit dem Energiepreisschock 2022 achten Käufer verstärkt auf den Energieverbrauch von Gebäuden. Dieser Effekt verfestigt sich zunehmend und wirkt dauerhaft preisbildend. Der aktuelle geopolitische Kontext, insbesondere der Iran-Krieg, unterstreicht die Relevanz zusätzlich, auch wenn die unmittelbaren Auswirkungen bislang moderater ausfallen als in der Vergangenheit.

Den aktuellen IW-Wohnindex können Sie hier abrufen: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/pekka-sagner-michael-voigtlaender-iw-wohnindex-im-umland-der-metropolen-wird-es-teurer.html

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Wunsch nach Wohneigentum bleibt stabil – Eigenkapital größte Hürde

Die Realität sieht jedoch deutlich zurückhaltender aus: Nur 26 Prozent der grundsätzlich Interessierten planen konkret, in absehbarer Zeit eine Immobilie zu erwerben. Hauptgrund sind die hohen Kosten. 55 Prozent der überzeugten Mieter nennen die finanziellen Hürden als zentrales Hindernis. Hinzu kommen Aspekte wie Verantwortung (35 Prozent) und geringere Flexibilität (31 Prozent).

Vor allem das notwendige Eigenkapital erweist sich als entscheidender Engpass. Nur noch rund 6 Prozent der jüngeren Mieterhaushalte verfügen über ausreichend finanzielle Mittel, um eine typische Immobilie finanzieren zu können. Entsprechend bewerten 86 Prozent der Befragten den Erwerb von Wohneigentum heute als schwieriger als noch vor fünf Jahren.

Gleichzeitig gewinnt das Thema Altersvorsorge an Bedeutung. Viele Haushalte sehen in der eigenen Immobilie einen zentralen Baustein zur Absicherung im Alter, bezweifeln jedoch zunehmend, dass ihre finanzielle Vorsorge ausreicht.

Vor diesem Hintergrund fordert die Branche gezielte politische Maßnahmen. Im Fokus stehen stärkere Anreize für den Eigenkapitalaufbau sowie Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer. „Auch verlässliche Förderbedingungen, insbesondere für energetische Modernisierungen, sind entscheidend, um den Zugang zu Wohneigentum wieder zu erleichtern“, so Martin Kaßler, VDIV-Geschäftsführer. 

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