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Deutschlandfonds: 130 Milliarden Euro sollen private Investitionen mobilisieren

Der Bund bündelt unter der Dachmarke „Deutschlandfonds“ bestehende und neue Förderinstrumente mit dem Ziel, Investitionen in Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro anzustoßen. Der Staat stellt dafür knapp 30 Milliarden Euro in Form von Garantien und Gewährleistungen bereit, ergänzt durch 600 Millionen Euro frisches Haushaltskapital. Mindestens 100 Milliarden Euro sollen aus dem privaten Sektor kommen. Der Fonds ist bei der KfW angesiedelt und wird von deren Vorstandsvorsitzendem Stefan Wintels gesteuert.

Adressiert werden drei zentrale Bereiche: Industrie und Mittelstand, Energieversorgungsunternehmen sowie Start-ups und Scale-ups. Für Industrie und Mittelstand sind unter anderem Bankgarantien, Bürgschaften, Verbriefungen und Wagniskapital vorgesehen, ergänzt durch die Integration des bestehenden Rohstofffonds. Im Energiesektor sollen zinsvergünstigte Kredite, staatlich abgesicherte Investitionsfinanzierungen und spezielle Instrumente für Großprojekte wie Netzausbau, Elektrolyseure und Geothermie helfen, bislang kaum absicherbare Investitionen möglich zu machen. Der Bereich Start-ups fokussiert sich auf Wachstumsfinanzierungen in DeepTech, KI, Bio- und Klimatechnologie sowie erstmals auch Verteidigungstechnologie. Neu ist zudem, dass die KfW sich künftig direkt an Start-ups beteiligen darf.

Politisch wird der Fonds als Signal für mehr Tempo und Zuversicht verkauft. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) betonte, dass öffentliche Mittel allein nicht ausreichen, während Wirtschaftsministerin Katherina Reiche den Deutschlandfonds als „sicheren Hafen“ für privates Kapital bezeichnete. Auch aus der Start-up-Szene kommt Zustimmung, da insbesondere die schwache Finanzierung später Wachstumsphasen in Deutschland seit Jahren als Standortnachteil gilt.

Gleichzeitig mehren sich kritische Stimmen. Experten bezweifeln, ob Garantien allein ausreichen, um Investoren dauerhaft zurückzugewinnen. Zwar stammen rund 90 Prozent aller Investitionen aus dem Privatsektor, doch Unsicherheit, hohe Kosten und regulatorische Hürden bremsen das Engagement seit Jahren. Zudem fällt die angestrebte Hebelwirkung deutlich geringer aus als ursprünglich angekündigt. Statt eines Verhältnisses von eins zu zehn spricht die Bundesregierung nun nur noch von eins zu vier.

Auch aus Investorenkreisen kommt Kritik an der Schwerpunktsetzung. Während der Energiesektor stark berücksichtigt wird, bleiben andere Infrastrukturbereiche wie Verkehr oder digitale Netze außen vor. Beratungen wie McKinsey sehen weiteren Reformbedarf und empfehlen klarere Zielvorgaben, ein übergeordnetes Steuerungsgremium sowie bessere steuerliche Rahmenbedingungen, um die volle Wirkung zu entfalten.

Die Bundesregierung kündigt an, den Deutschlandfonds schrittweise weiterzuentwickeln. Vorerst steht jedoch die Bewährungsprobe an: Der Fonds muss Investoren überzeugen, Projekte zügig auf den Weg bringen und zeigen, ob staatliche Garantien tatsächlich den erhofften Investitionsschub auslösen können.

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Wohnraummangel: Mehrheit der Deutschen verliert das Vertrauen in die Wohnungspolitik

Der deutsche Wohnungsmarkt wird von der Bevölkerung mehrheitlich als aus dem Gleichgewicht geraten wahrgenommen. Laut dem „Wohnraummangel-Barometer“ im Auftrag von immowelt sehen 64 Prozent der Befragten einen deutlichen Mangel an Sozialwohnungen, 63 Prozent beklagen fehlenden Wohnraum für Normalverdiener. Gleichzeitig glaubt fast jeder Zweite, dass zu viele hochpreisige Wohnungen entstehen, die am tatsächlichen Bedarf vorbeigehen. Das Bild ist eindeutig: Bezahlbarer Wohnraum fehlt, während teure Neubauten vielerorts dominieren.

Die Erwartungen an die Politik sind dabei klar formuliert. Eine große Mehrheit fordert weniger neue Regulierung und stattdessen konkrete Lösungen. 86 Prozent der Befragten sprechen sich für einen leichteren Zugang zu Förderprogrammen für Wohneigentum aus, 85 Prozent wünschen sich einen stärkeren staatlichen Einsatz beim sozialen Wohnungsbau. Besonders Familien, Alleinerziehende und junge Menschen sollen gezielt unterstützt werden. Eingriffe in bestehende Wohnverhältnisse stoßen hingegen auf wenig Zustimmung. Maßnahmen wie verpflichtende Wohnraumumverteilung oder Vorgaben zum Zusammenziehen werden von der Mehrheit abgelehnt.

Stattdessen setzen viele Bürger auf einen pragmatischen Mix aus Neubau und besserer Nutzung des Bestands. Zwei Drittel befürworten, dass Kommunen leerstehende Gebäude aufkaufen und für bezahlbaren Wohnraum nutzen. Auch die verpflichtende Umwandlung leerer Gewerbeflächen in Innenstädten findet breite Zustimmung. Wohnraum soll dort geschaffen werden, wo er fehlt – ohne ideologisch geprägte Eingriffe in private Lebensentscheidungen.

Auffällig ist zudem der differenzierte Blick auf private Vermieter. 77 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass ohne private Anbieter der Wohnraummangel noch größer wäre. Die Mehrheit glaubt nicht an systematische Spekulation mit Leerstand, sondern geht davon aus, dass private Vermieter an stabilen und langfristigen Mietverhältnissen interessiert sind. Damit widerspricht die Studie verbreiteten Schuldzuweisungen deutlich.

Insgesamt zeigt sich ein wachsender Frust über politische Untätigkeit. Die Geduld vieler Bürger ist begrenzt, der Handlungsdruck steigt. Eigenheimförderung, sozialer Wohnungsbau und die Aktivierung bestehender Flächen gelten aus Sicht der Mehrheit als zentrale Hebel. Die Botschaft ist klar: Die Instrumente sind bekannt – nun wird von der Politik erwartet, sie konsequent einzusetzen.

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