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„Zeitdiebe“ aufspüren und Freiräume schaffen

24 Stunden, 7 Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr: Führungskräfte stehen vor der Herausforderung immer und überall erreichbar zu sein – sowohl für Kunden als auch Mitarbeiter. Das Frühjahrstreffen des DDIV-Frauennetzwerks zeigte neue Wege des Zeit- und Aufgabenmanagements. Dabei wurde deutlich: Bereits mit wenigen Tricks kann das Aufgabenmanagement optimiert werden.

Sharing Dinner: Gemeinsames Abendessen am Vorabend

Das Frühjahrstreffen begann – beinahe schon traditionell – mit einem gemeinsamen Abendessen der Teilnehmerinnen am Vorabend des Seminartages. Das Sharing Dinner des Scandic Hotels am Potsdamer Platz bot dafür die perfekte Kulisse. Sylvia Pruß begrüßte die Teilnehmerinnen im Hotelrestaurant und freute sich, dass das gemeinsame Abendessen in entspannter Runde ein fester Bestandteil der Netzwerktreffen ist. Einen besonderen Dank richtete sie an die Aareal Bank, die das dreigängige Dinner sponserte.

Zeit ist, was wir daraus machen

Den folgenden Seminartag gestaltete Dr. Angelika Eichenlaub, die den Damen mit zahlreichen Übungen verdeutlichte, wo „Zeitdiebe” lauern und wie man sich zeitliche Freiräume erarbeitet. Dabei ist gute Organisation (beinahe) schon alles. So klagten viele Teilnehmerinnen über die von Eigentümern oder Mitarbeitern erwartete permanente Erreichbarkeit. Hinzu kommen E-Mails oder Telefonanrufe, die die Arbeit immer wieder unterbrechen. „Freiräume muss man sich schaffen”, empfahl die Expertin. „Nehmen Sie sich eine Stunde am Tag, in der Sie weder telefonisch für Kunden noch für Mitarbeiter erreichbar sind.”

Zettelchaos durchbrechen, Aufgaben priorisieren und delegieren

Notizen, Termine und Arbeitshinweise: Immobilienverwalter müssen stets verschiedene Vorgänge im Blick behalten. Um Aufgaben und Termine besser zu strukturieren und das Zettelchaos auf dem Schreibtisch zu vermeiden, empfahl Dr. Eichenlaub das Führen eines „Superbuchs”, in dem alles festgehalten werden kann – ganz gleich, ob beruflich oder privat.

„Priorisieren Sie Aufgaben, delegieren Sie und übertragen Sie Verantwortung. Das entlastet nicht nur Sie als Führungskraft, sondern motiviert auch die Mitarbeiter.” Dr. Eichenlaub gab den Teilnehmerinnen einen Werkzeugkoffer an die Hand, der hilft, das Arbeitsaufkommen auf dem eigenen Schreibtisch zu minimieren und Aufgaben besser zu strukturieren. Dabei gilt es manchmal auch, eigene Ansprüche zu hinterfragen. „Gut statt perfekt”, darf dabei das Credo sein. „Das spart Zeit und schafft Ressourcen für Neues”, so Eichenlaub.

Für die Teilnehmerinnen stand am Ende des Tages fest: Effektives Zeitmanagement ist das, was wir daraus machen. Dabei gilt es auch, bestehende Unternehmensstrukturen zu hinterfragen und den Schritt hin zu einer optimalen Work-Life-Balance zu wagen. Dr. Eichenlaub konnte den Damen dafür wertvolle Tipps geben.

Herbsttreffen in Nürnberg

Sylvia Pruß nutzte die letzten Minuten des Seminars und machte die Damen abschließend auf das Herbsttreffen des Frauennetzwerks am 30. November in Nürnberg aufmerksam. Auf der Agenda stehen dann wirkungsvolle Methoden, um schwierige Kundengespräche erfolgreich zu meistern. Auch die Termine für 2019 haben die Teilnehmerinnen bereits gemeinsam festgelegt. Hier geht es sowohl in den Westen als auch in den Osten Deutschlands.

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Teurere Wohnungen durch EU-Richtlinie?

Künftig soll eine neue EU-Richtlinie das Bezahlen und Entsenden von Arbeitnehmern zwischen verschiedenen EU-Mitgliedstaaten regeln. Dieser Schritt könnte für den deutschen Wohnungsbau kostspielige Folgen haben.

Bislang war es Firmen erlaubt, ihre Mitarbeiter zeitweise in andere EU-Länder zur Arbeit zu entsenden – die Sozialabgaben wurden dabei aber im Heimatland gezahlt. Das kann allerdings dazu führen, dass ausländische Arbeitnehmer rund 35 Prozent weniger verdienen als Einheimische. Die Entsenderrichtlinie soll nun eine zeitliche Befristung einführen von zwölf Monaten mit möglicher Verlängerung um sechs Monate. Nach Ablauf dieser Frist sollen die ins Ausland entsendeten Mitarbeiter die gleichen Bezüge erhalten wie einheimische Arbeitnehmer.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Heiko Stiepelmann sieht diese Regelung kritisch: „Im Ergebnis könnte die überarbeitete Richtlinie zu steigenden Baukosten und damit zu noch teureren Wohnungen führen”. Auch der bürokratische Aufwand wird kritisch gesehen.

Die Politik allerdings begrüßt die neue Entsendungsrichtlinie. „Die Einigung ist ein Durchbruch für das soziale Europa”, sagte die sozialpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion Terry Reintke. Sie würde zum Schutz der Arbeitnehmer und Sicherung der Lohngerechtigkeit führen.

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