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Immobilienverwalter sind Klimaschutzmanager

Wie wird man eigentlich KlimaVerwalter? Im DDIVnewsletter erfahren Sie es, denn bei uns kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des im Oktober 2017 gestarteten Pilotlehrgangs zu Wort. Sie berichten, warum sie KlimaVerwalter werden möchten. Heute: Sandra Bock von der Bock Hausverwaltung aus Metzingen. Sie ist überzeugt: „Nur durch Fachwissen und die Überzeugungskraft guter Immobilienverwalter ist ein nachhaltiges Gebäudemanagement möglich.”

Welchen Herausforderungen sehen sich Immobilienverwalter/innen bei energetischen Sanierungen in Wohnungseigentümergemeinschaften gegenüber?

Zunächst ist es grundsätzlich eine Herausforderung, die Eigentümer davon zu überzeugen, dass sie investieren müssen. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn ich meine Ausbildung zum KlimaVerwalter abgeschlossen habe, denn es ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch eine Frage, was sich die Eigentümer leisten können. Viele Eigentümergemeinschaften haben sich in der Vergangenheit nicht überzeugen lassen, eine ausreichende Rücklage anzusparen. Hinzu kommt, dass übliche Rücklagesummen die Mehrkosten einer energetischen Sanierung nicht berücksichtigen. Heute stehen die Eigentümer vor dem großen Problem, dass sich insbesondere ältere Miteigentümer, aber auch junge Familien die jetzt notwendigen Sonderumlagen nicht leisten können.

Was war Ihre Motivation an der Weiterbildung zum „KlimaVerwalter” teilzunehmen?

Der Klimawandel ist ein Thema unserer Zeit. Man kann sich den Tatsachen nicht verschließen – wir müssen etwas tun. Bei vielen Objekten wird das Thema Heizungssanierung in den nächsten Jahren auf der Agenda stehen. In Baden-Württemberg haben wir das EWärmeG, das uns verpflichtet, nach einer Erneuerung einer Heizungsanlage mit mindestens 15 Prozent Erneuerbaren Energien zu heizen. Ich will in der Lage sein, die Eigentümer auf die Themen vorzubereiten und mit den für die Umsetzung notwendigen Fachleuten auf Augenhöhe diskutieren zu können. Darüber hinaus sehe ich die Chance, die erworbene Fachkompetenz auch als Marketinginstrument einzusetzen.

Wie profitieren Sie persönlich von den Bildungsinhalten des Pilotlehrgangs?

Ich kann meine Kenntnisse erweitern und erhalte Hinweise, Ideen und Anreize für die Umsetzung notwendiger Sanierungen. Und – nicht zu vergessen – der Kurs bietet auch die Möglichkeit, mich mit Kollegen auszutauschen.

Kurz gesagt:

„Nur durch Fachwissen und die Überzeugungskraft guter Immobilienverwalter wird nachhaltiges Gebäudemanagement möglich, das auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Deshalb ist es wichtig, dass sich Verwalter weiterbilden. Denn nur gut ausgebildete Verwalter werden in der Lage sein, ihre Eigentümer davon zu überzeugen, mehr zu tun als unbedingt nötig – und eine Sanierung eben auch unter energetischen Gesichtspunkten zu planen.”

Mehr zum Pilotprojekt KlimaVerwalter erfahren Sie unter: » www.klimaverwalter.de

Mehr News vom DDIV und zur Immobilienverwaltung unter https://www.hausverwaltung-koeln.com/news/

Preise für Eigentumswohnungen ziehen weiter an

Die Preise für Wohnimmobilien klettern unvermindert weiter. Insbesondere in Städten haben die Preise für Eigentumswohnungen in den vergangenen Jahren zweistellig zugelegt. Spitzenreiter ist Berlin. Hier wurden Wohnungen von Ende 2016 bis Ende 2017 im Schnitt um 15,6 Prozent teurer. Das berichtete der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) in einer aktuellen Erhebung.

Bundesweit hätten Käufer von Eigentumswohnungen Ende des vergangenen Jahres rund sieben Prozent mehr zahlen müssen als noch 2016, so das Resümee der Studie. Orte, an denen Wohnimmobilien nicht oder nur wenig teurer wurden, gibt es demnach kaum. Dennoch ist das Preisniveau je nach Region sehr unterschiedlich. Während in Magdeburg oder Cottbus bereits für rund 200.000 Euro ein 130 Quadratmeter großes Einfamilienhaus erhältlich ist, bekommt man in Köln oder Düsseldorf für das gleiche Geld nur eine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung.

Experten: Preisanstieg wird sich abschwächen

Die Gründe für das anhaltende Preiswachstum sind vor allem die weiterhin niedrigen Zinsen und eine gute Entwicklung am Arbeitsmarkt. Dies führe dazu, dass sich immer mehr Familien Eigentum leisten können oder in „Betongold” investieren. Die Experten der vdp gehen davon aus, dass sich der Preisanstieg am Wohnungsmarkt perspektivisch jedoch verlangsamen wird.

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