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Bürokratie bremst Wohnungsbau

Als Treiber dieser Entwicklung benennt die Studie nicht nur das Bevölkerungswachstum, sondern vor allem die veränderte Haushaltsstruktur. Die Zahl der Haushalte steigt weiter, insbesondere durch mehr Einpersonenhaushalte, ältere Menschen sowie differenziertere Wohnformen. Damit wächst auch der Bedarf an kleineren, barrierearmen und passgenauen Wohnungen. Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende Fehlverteilung im Bestand: Während viele Menschen beengt wohnen, verbleiben andere Haushalte mangels Alternativen in eigentlich zu großen Wohnungen. Der Wohnungsmarkt verliert dadurch spürbar an Beweglichkeit.

Auf der Angebotsseite kann der Neubau mit dieser Entwicklung seit Jahren nicht Schritt halten. Politische Neubauziele werden verfehlt, Baugenehmigungen gehen zurück, und der frühere Bauüberhang schmilzt offenkundig ab. Hinzu kommen hohe Zinsen und stark gestiegene Bau- und Bauwerkskosten, die bezahlbaren Neubau vielerorts wirtschaftlich kaum noch darstellbar machen.

Die Studie plädiert deshalb für einen Kurswechsel. Gefordert werden einfachere, robustere und kostengünstigere Bauweisen, weniger technische Komplexität sowie eine stärkere Konzentration auf funktionale Anforderungen. Es gehe nicht um niedrigere Sicherheits- oder Qualitätsstandards, sondern um einen pragmatischeren und innovationsorientierten Neubau, der unter den aktuellen Bedingungen überhaupt wieder realisierbar wird.

Besondere Bedeutung misst die Untersuchung dabei auch aktuellen Initiativen einzelner Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Bayern und Berlin bei. Trotz unterschiedlicher Ansätze verfolgten sie ein gemeinsames Ziel: Bauen wieder einfacher, schneller und bezahlbarer zu machen.

Das Fazit der Studie ist eindeutig: Der Wohnungsbau steht vor einer doppelten Herausforderung. Kurzfristig muss er zur Entlastung angespannter Märkte beitragen, langfristig zugleich aber demografischen Wandel, Klimaneutralität, Ressourceneffizienz und soziale Stabilität bewältigen. Ohne spürbare Vereinfachungen, geringere Kosten und stärker an den tatsächlichen Bedarfen orientierte Neubaukonzepte wird der Wohnungsmarkt seine Versorgungsfunktion auf Dauer nicht erfüllen können.

Die gesamte Studie finden Sie hier: https://www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de/fileadmin/images/Wohnungsbautag/2026/pressemappe/studie_zum_wohnungsbau_2026.pdf 

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Deutscher Immobilienpreis 2026: Gundlach als „Verwalter des Jahres“ ausgezeichnet

Besonders bemerkenswert ist die Auszeichnung der Gundlach Haus- und Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG in der Kategorie „Verwalter des Jahres“, für die VDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler als Ambassador und Jurymitglied zuständig ist. Damit würdigt die Jury aus unabhängigen Immobilienexperten ein Familienunternehmen, das sich von der klassischen Hausverwaltung konsequent zu einem unternehmerisch geprägten Dienstleister weiterentwickelt hat. Ausschlaggebend waren unter anderem eine datengetriebene Steuerung, innovative Zusatzertragsmodelle, eine starke Digitalisierung, hohe Effizienz und ein klarer Mehrwert für Eigentümer.

In der engeren Auswahl standen mit der Q.I.M. Quartier Immobilienmanagement GmbH aus Berlin, der prosperly GmbH aus Berlin und Gundlach drei Unternehmen, die exemplarisch zeigen, wie professionell und zukunftsorientiert moderne Immobilienverwaltung heute aufgestellt sein kann. Besonders hervorgehoben wurde beim Gewinner das papierlose Arbeiten, der selbstverständliche Einsatz digitaler und KI-gestützter Anwendungen, eine integrierte Systemlandschaft sowie ein klares Serviceversprechen gegenüber den Kunden. Auch Themen wie Klimaneutralität im Bestand und konkrete Angebote für neu akquirierte Gemeinschaften flossen in die Bewertung ein.

Die Auszeichnung macht deutlich, dass Immobilienverwaltungen heute weit mehr leisten als reine Bestandsbetreuung. Sie tragen Verantwortung für Wohnraum, Werterhalt und die Zukunft des Gebäudebestands. Umso wichtiger ist es, diese Leistungen sichtbar zu machen. Der Deutsche Immobilienpreis setzt hier ein deutliches Signal: Professionelle Verwaltung, strategische Weiterentwicklung und digitale Kompetenz werden zunehmend zum Maßstab für Exzellenz in der Branche.

Über den Deutschen Immobilienpreis:
Der Deutsche Immobilienpreis powered by immowelt zeichnet herausragende Leistungen und Projekte der Immobilienwirtschaft aus. Er ist die erste Auszeichnung am deutschen Markt, die es sich zum Ziel gemacht hat, 
die gesamte Bandbreite der Immobilienbranche widerzuspiegeln. Der Deutsche Immobilienpreis wurde 2020 von immowelt ins Leben gerufen. Weitere Informationen unter www.deutscher-immobilienpreis.de.

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