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Neue Podcast-Folge: Warum der Wohnungsmarkt trotz politischer Maßnahmen kaum in Bewegung kommt

Der Wohnungsmarkt bleibt angespannt, obwohl die Politik mit Mietpreisbremse, Wohnungsbau-Turbo, Gebäudetyp E und Förderprogrammen immer neue Instrumente auf den Weg bringt. In der neuen Folge des VDIV-Podcast „Zur Sache! VDIV-Klartext mit Martin Kaßler“ steht deshalb die Frage im Mittelpunkt, warum sich die deutsche Immobilienwirtschaft trotz zahlreicher politischer Maßnahmen nur langsam erholt.

Zu Gast ist Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Themenclusters Internationale Wirtschaftspolitik, Finanz- und Immobilienmärkte am Institut der deutschen Wirtschaft und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Im Gespräch ordnet er ein, wie stark rückläufige Bautätigkeit, steigende Bau- und Finanzierungskosten, Regulierung und unsichere Rahmenbedingungen den Markt belasten.

Aus Sicht des VDIV Deutschland zeigt sich ein grundlegendes Problem: Bezahlbares Wohnen, Klimaschutz und mehr Wohnungsbau lassen sich nur erreichen, wenn gesetzliche Vorgaben praxistauglich, rechtssicher und wirtschaftlich umsetzbar sind. Gerade Immobilienverwaltungen stehen an der Schnittstelle zwischen Eigentümern, Mietern, Gemeinschaften der Wohnungseigentümer, Fachplanern, Energieversorgern, Abrechnungsdienstleistern, Banken und Behörden. Neue Pflichten dürfen deshalb nicht zu zusätzlicher Rechtsunsicherheit und kaum handhabbarer Komplexität führen.

Die Podcast-Folge beleuchtet unter anderem Wohnungsbau und Wohnraummangel, Mietpreisbremse und Regulierung, Wohnungsbau-Turbo und Gebäudetyp E, Klimaneutralität im Gebäudesektor, energetische Sanierung, Finanzierungshürden und die Entwicklung des Immobilienmarkts bis 2030.

Mehr Informationen und die aktuelle Folge gibt es unter:
https://vdiv.de/podcast

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Wohnungsfertigstellungen fallen auf niedrigsten Stand seit 2012

Der Wohnungsbau in Deutschland steckt weiter in der Krise. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2025 nur noch 206.600 Wohnungen fertiggestellt. Das entspricht einem Rückgang um 18 Prozent beziehungsweise 45.400 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr. Damit sank die Zahl der Fertigstellungen bereits zum zweiten Mal in Folge deutlich und erreichte den niedrigsten Stand seit 2012.

Besonders stark betroffen waren Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Zahl fertiggestellter Einfamilienhäuser ging um 23,3 Prozent auf 41.800 zurück, bei Zweifamilienhäusern lag das Minus bei 21,4 Prozent auf 13.800. Auch der Geschosswohnungsbau verlor deutlich: In Mehrfamilienhäusern entstanden 109.800 Neubauwohnungen, 18,9 Prozent weniger als 2024. In neu errichteten Wohnheimen wurden 7.200 Wohnungen fertiggestellt, ein Rückgang um 15,1 Prozent.

Bundesbauministerin Verena Hubertz bezeichnete die Zahlen als „schlecht“ und verwies auf die Folgen der Krisenjahre. Zugleich sieht sie im Anstieg der Baugenehmigungen ein positives Signal. Diese legten 2025 um 10,6 Prozent auf 238.100 Wohnungen zu. Der Bauüberhang blieb mit 760.700 genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen nahezu unverändert hoch. Davon befanden sich 307.200 bereits im Bau. Zugleich erloschen 35.700 Genehmigungen, der höchste Wert seit 2002.

Das Ifo-Institut rechnet für 2026 nur noch mit 185.000 Fertigstellungen. Belastend wirken nach Einschätzung der Experten steigende Materialkosten, höhere Finanzierungskosten, geopolitische Unsicherheiten, fehlendes Bauland und langwierige Planungs- und Verwaltungsprozesse.

„Der Wohnungsbau-Turbo kann Impulse setzen, ersetzt aber keine strukturelle Entlastung. Ohne weniger Komplexität, mehr Planungssicherheit und eine realistische Kostenbasis dürfte der Neubau weiter hinter dem Bedarf zurückbleiben. Zudem fehlen u.a. Instrumente zum kostengeringeren Ersterwerb von Wohneignetum wie bspw. die Reduzierung der Grunderwerbsteuer, was bekanntermaßen Sache der Länder ist“, bewertet Martin Kaßler, VDIV-Geschäftsführer, die aktuelle Lage. 

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