Archiv für die Kategorie News

KI könnte Büroflächen in Metropolen bis 2030 um 27 Prozent reduzieren

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz dürfte den Büroimmobilienmärkten in Deutschland eine weitere strukturelle Anpassung abverlangen. Laut einer Umfrage von Trend Research Hamburg unter 502 Personalentscheidern in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Düsseldorf, München und Stuttgart rechnen die Unternehmen bis 2030 mit einer durchschnittlichen Reduktion ihres Büroflächenbedarfs um 27 Prozent.

Die Befragung umfasst insbesondere Unternehmen aus der Digitalwirtschaft sowie der Finanzbranche. Rund 69 Prozent der teilnehmenden Firmen nutzen überwiegend klassische Büroflächen, 31 Prozent vor allem Coworking- oder Flexoffice-Konzepte. Der erwartete Flächenabbau unterscheidet sich zwischen beiden Modellen kaum: Bei klassischen Büros liegt er bei 26,8 Prozent, bei flexiblen Konzepten bei 27,5 Prozent.

Inhaltlich begründen die Unternehmen ihre Prognosen mit Effizienzgewinnen durch KI. 37 Prozent erwarten einen Rückgang beim schreibenden Personal, insbesondere in Marketing- und Social-Media-Abteilungen. 30 Prozent rechnen mit einem geringeren Bedarf an Programmierern, da KI-Tools zunehmend Code generieren können. Weitere 27 Prozent sehen Einsparpotenziale in Buchhaltung, Rechtsabteilungen, Personalwesen und Assistenzfunktionen.

Die Entwicklung trifft auf einen Markt, der die Folgen von Homeoffice und hybriden Arbeitsmodellen noch nicht vollständig verarbeitet hat. Bereits nach der Pandemie reduzierten viele Unternehmen ihre Flächen um rund 30 Prozent oder planen entsprechende Anpassungen bei Vertragsverlängerungen und Umzügen. KI könnte diesen Trend verstärken.

Für Bestandshalter und Asset-Manager bedeutet dies eine strategische Neubewertung von Flächenkonzepten. Flexibel nutzbare, baulich anpassbare Flächen sowie Konzepte mit hoher Aufenthaltsqualität gelten als resilienzstärker. Die Fähigkeit, Flächen an neue Tätigkeitsprofile und Organisationsformen anzupassen, wird zum zentralen Wettbewerbsfaktor. Andernfalls droht in einzelnen Teilmärkten eine weitere Ausweitung der Leerstände bis zum Ende des Jahrzehnts.

Mehr News vom VDIV und zur Immobilienverwaltung unter https://www.hausverwaltung-koeln.com/news/

Kraftwerksstrategie und Marktintegration: Reiche setzt neue Leitplanken der Energiepolitik

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat beim Energie-Gipfel des Handelsblatts die energiepolitischen Prioritäten der Bundesregierung präzisiert. Im Mittelpunkt stehen der zügige Ausbau gesicherter Kraftwerkskapazitäten, eine Neujustierung der Marktrolle erneuerbarer Energien sowie Entlastungsinstrumente für energieintensive Unternehmen.

Kern der Strategie ist eine umfassende Kraftwerksoffensive. Noch im laufenden Jahr sollen in mehreren Ausschreibungsrunden Kapazitäten von rund zwölf Gigawatt vergeben werden. Für 2027 sind weitere 20 bis 25 Gigawatt vorgesehen. Die zusätzlichen Gaskraftwerke sollen als flexible Reserve dienen, um Stromversorgungsspitzen abzusichern, wenn Wind- und Solarenergie witterungsbedingt nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Ministerin wurde hierzu eine Verständigung mit der Europäischen Kommission erzielt.

Für die Energiebranche ist die Umsetzungsgeschwindigkeit entscheidend. Unternehmen verweisen auf das aktuell vergleichsweise moderate Gaspreisniveau und mahnen schnelle Investitionsentscheidungen an. Verzögerungen könnten zu höheren Kosten in späteren Marktphasen führen. Parallel dazu soll die Importstruktur bei Flüssigerdgas diversifiziert werden, um geopolitische Abhängigkeiten zu reduzieren.

Mit Blick auf den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien am Strommix plädiert Reiche für eine schrittweise Reduzierung staatlicher Fördermechanismen. Wenn erneuerbare Energien einen Großteil der Stromerzeugung stellen, müsse sich die Branche stärker marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen. Ziel ist eine langfristig tragfähige Preisstruktur ohne dauerhafte Subventionsabhängigkeit.

Zur Sicherung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit will die Bundesregierung die kostenfreie Zuteilung von CO₂-Zertifikaten für besonders energieintensive Unternehmen fortführen, bis europäische Ausgleichsmechanismen praxistauglich greifen.

Für die Immobilienwirtschaft ergeben sich daraus zwei zentrale Implikationen: Erstens gewinnt die Verlässlichkeit der Strom- und Wärmekostenstruktur weiter an Bedeutung für Investitionsentscheidungen. Zweitens sind Quartiers- und Dekarbonisierungsstrategien künftig noch stärker unter Markt- und Preisgesichtspunkten zu kalkulieren. Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit werden zur gleichrangigen Steuerungsgröße neben klimapolitischen Zielvorgaben.

Mehr News vom VDIV und zur Immobilienverwaltung unter https://www.hausverwaltung-koeln.com/news/

Hausverwaltung Köln, Schleumer Treuhand Immobilienverwaltung Köln ist im VDIV  Hausverwaltung Köln, Schleumer Treuhand Immobilienverwaltung Köln bildet aus

Kontakt

Siegburger Str. 364 • 51105 Köln
Tel.: 0221 / 969 824 - 00
Fax.: 0221 / 969 824 - 99
kontakt@hausverwaltung-koeln.com
Zum Kontaktformular