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Intensiv, innovativ und familiär: Forum Zukunft 2026 setzt starke Impulse für die Branche

Bei bestem Frühlingswetter hatte der VDIV Deutschland am 4. und 5. März 2026 nach Weimar eingeladen. Das zweitägige Forum bestätigte einmal mehr seinen Anspruch als Zukunftswerkstatt der Branche. Fachvorträge und interaktiv gestaltete Podiumsdiskussionen unter Einbeziehung des Publikums boten Raum für Einordnung, Erfahrungsaustausch und neue Perspektiven auf zentrale Entwicklungen der Immobilienverwaltung.

Zum Auftakt rückte die wirtschaftliche Lage der Branche in den Fokus. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln ordnete die aktuellen Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft ein. Anschließend beleuchtete Dr. Paul Kowitz von der KPC Berlin GmbH die regulatorischen Entwicklungen rund um die Energiewende. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz sowie neue Vorgaben aus Berlin und Brüssel und deren mögliche Folgen für Immobilienverwaltungen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Einsatz Künstlicher Intelligenz. Referentinnen und Referenten aus Verwaltung und Dienstleistung zeigten praxisnah, wie KI bereits heute etwa bei der Auswertung von Angeboten, der Erstellung von Dokumenten oder der Automatisierung administrativer Prozesse eingesetzt werden kann. Dabei wurde deutlich, dass KI in vielen Unternehmen vor allem als Instrument zur Entlastung der Mitarbeitenden und zur Bewältigung des Fachkräftemangels gesehen wird. Gleichzeitig rückten strategische Fragen in den Fokus – etwa mit Blick auf zukünftige KI-Systeme, Datensouveränität und wachsende Cyberrisiken.

Der zweite Veranstaltungstag stand im Zeichen der Verwaltervergütung. VDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler ordnete zunächst die aktuelle ökonomische Realität der Branche ein: Steigende Anforderungen und wachsende Komplexität erhöhen den Druck auf viele Unternehmen. Vor diesem Hintergrund wurde diskutiert, wie sich Vergütungsmodelle weiterentwickeln können. Praxisberichte zu Paketmodellen zeigten, wie Verwaltungen ihre Leistungen künftig strukturieren könnten. Klar definierte Leistungspakete und zusätzlich abrechenbare Leistungen können mehr Transparenz schaffen und eine wirtschaftlich tragfähige Verwaltung ermöglichen.  

Für die rechtliche Einordnung neuer Vergütungsansätze sorgten Jost Emmerich, Richter am Oberlandesgericht München, und Rechtsanwalt Helge Schulz aus Hannover.

Die Podiumsdiskussionen waren bewusst interaktiv angelegt. Über das digitale Beteiligungstool Mentimeter konnten Fragen direkt aus dem Publikum eingebracht und in die Diskussion mit den Expertinnen und Experten aufgenommen werden.

Flankiert wurde das Programm von einer ausgebuchten Fachausstellung mit mehr als 30 Partnern und Unternehmen. Präsentiert wurden Lösungen rund um Digitalisierung, Energieeffizienz und Prozessoptimierung. Auch das Rahmenprogramm bot zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch, etwa bei Gesprächen auf der Sonnenterrasse oder bei der „Elephant Kitchen Night“ im Hotel Elephant. Zum Abschluss blieb ein klarer Appell: Immobilienverwalterinnen und Immobilienverwalter sollten neue Wege mutiger beschreiten und selbstbewusst für eine angemessene Vergütung ihrer Leistungen eintreten. Denn ihre Arbeit sichert nicht nur Werte – sie hat auch selbst einen Wert.

Das nächste Forum Zukunft findet am 3. und 4. März 2027 erneut in Weimar statt. Einen ausführlichen Rückblick inklusive Fotos finden Sie hier:
https://vdiv.de/campus-veranstaltungen/forum-zukunft

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Immobilienverträge digital: Gesetzentwurf soll Vollzug beschleunigen und Papierprozesse beenden

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Gesetzes zur Digitalisierung des Vollzugs von Immobilienverträgen sowie gerichtlicher Genehmigungen notarieller Rechtsgeschäfte und der steuerlichen Anzeigen der Notare vorgelegt (BT-Drs. 21/3735). Ziel ist ein durchgängiger elektronischer Austausch von Informationen und Dokumenten, um Papierdokumente, Postlaufzeiten und Medienbrüche zu vermeiden. Hintergrund ist die hohe Fallzahl, jährlich werden über eine Million Kaufverträge und weitere Grundstücksübertragungen beurkundet, während der Vollzug mit Gerichten und Verwaltungsstellen bislang vielfach papiergebunden bleibt. 

Kern des Entwurfs ist die Öffnung, teils perspektivisch die Verpflichtung, für rein elektronische Verfahren. Dafür sollen bundesweit einheitliche Datenstandards, Dateiformate und Inhalte per Verordnung festgelegt werden. Bei Gerichten und Verwaltungsbehörden sollen die Länder Verordnungskompetenzen erhalten, einschließlich des Zeitpunkts der Einführung. Für den Austausch außerhalb der Finanzverwaltung ist als Infrastruktur das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach vorgesehen. Für den steuerlichen Teil soll die Kommunikation über ELSTER organisiert werden, mit dem Ziel, dass dieser Bereich spätestens zum 1. Januar 2028 vollständig elektronisch funktioniert.

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