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Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen nimmt weiter ab

Von Januar bis Mai 2023 lag die Zahl der Baugenehmigungen bei insgesamt 113.400 Wohnungen, das sind 27 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Überdurchschnittlich hoch fiel der Rückgang bei Zweifamilienhäusern (- 53,5 Prozent) und bei Einfamilienhäusern (- 35,1 Prozent) aus. Die Statistiker sehen als Gründe für den Rückgang der Bauvorhaben weiterhin vor allem steigende Baukosten und aufgrund der hohen Zinsen zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen.

Trotz der sinkenden Genehmigungszahlen zum Jahresende 2022 war der Bestand laut Statistischem Bundesamt mit rund 43,4 Millionen Wohnungen 0,7 Prozent größer als Ende des Jahres 2021; und 6,3 Prozent größer als Ende 2012. Die Wohnfläche vergrößerte sich in diesem Zeitraum um 7,4 Prozent auf 4,0 Milliarden Quadratmeter. Sowohl die Zahl der Wohnungen als auch die Wohnfläche wuchsen damit deutlich stärker als die Bevölkerung. Sie nahm von 2012 bis 2022 um 4,8 Prozent zu.

Mit den seit Monaten sinkenden Genehmigungszahlen entfernt sich Deutschland immer weiter vom ursprünglichen Ziel, 400.000 neue Wohneinheiten im Jahr zu errichten. Tatsächlich könnte die Zahl der Fertigstellungen noch geringer ausfallen als zuletzt von Experten geschätzt. Einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge werden im schlechtesten Fall im Jahr 2023 nur 223.000 Wohneinheiten in Mehr- und Einfamilienhäusern fertig werden – rund 25 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Für kommendes Jahr ist nach Einschätzung des IMK ein weiterer Rückgang auf 177.000 Wohnungen möglich. Die Wissenschaftler verweisen darauf, dass die Baubranche noch von einem hohen Auftragsbestand profitiere, wobei derzeit bereits viele Aufträge storniert werden. Ein Ende des Bauabschwungs scheine angesichts rückläufiger Nachfrage, weiterer Leitzinserhöhungen und zusätzlicher Straffungen der Kreditvergabe durch die Banken nicht in Sicht. Das IMK befürchtet einen Kapazitätsabbau, durch den das verfügbare Angebot auch mittelfristig weit hinter dem Bedarf zurückbleiben werde.

Als eine Lösung schlagen die Wissenschaftler die Erhöhung bestehender KfW-Programme zum (sozialen) Wohnungsbau vor, da diese in der Regel direkt an der Senkung der Finanzierungskosten ansetzten. Interessante Fördermöglichkeiten biete außerdem das Erbbaurecht.

Die Analyse mit dem Titel „Mehr öffentlicher Wohnungsbau zum Erhalt der Kapazitäten?“ ist hier zum Download verfügbar.

 

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Kauf- und Finanzierungserwartungen – Entwicklungen sorgen für Unsicherheit

Mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) erwartet einen moderaten Zinsanstieg auf bis zu 5 Prozent, 14 Prozent rechnen sogar damit, dass die Hypothekenzinsen darüber hinaus steigen werden. Bezüglich der Preisentwicklung haben die Befragten sehr unterschiedliche Erwartungen: Jeweils 36 Prozent glauben, dass die Preise steigen bzw. sinken werden. 26 Prozent erwarten stabile Preise. Aus Sicht von Homeday passt das gemischte Erwartungsbild bei den Preisen zur abwartenden Haltung vieler Käufer. „Sie wollen zunächst mehr Klarheit, wohin der Markt sich entwickelt.”, sagt Steffen Wicker, Gründer und CEO von Homeday. 

In der Zwischenzeit erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins erneut um 0,25 Prozentpunkte auf nun 4,25 Prozent. Gute Nachrichten für Sparer, doch wer investieren möchte, spürt dadurch neuen Druck. Durch die steigenden Zinsen werden Kredite für Unternehmen sowie private Bauherren bzw. Käufer teurer. Die Zinsen für Baukredite orientieren sich in der Regel an der Verzinsung von Bundesanleihen. Laut dem Bundesbank-Monatsbericht für Juni 2023 sind sie seit Frühjahr 2022 unerwartet stark angestiegen. Die Analyse zeigt, “dass die Banken in Deutschland den Zinssatz für Wohnungsbaukredite an private Haushalte seit Mai 2022 stärker angehoben haben als zu erwarten gewesen wäre.” Dadurch drohen noch mehr Investitionen auszufallen und die Nachfrage nach Wohneigentum weiter abzusinken.

Der Immobilienmakler Homeday hatte seine Online-Umfrage im April und Mai 2023 unter einer Stichprobe von rund 5.000 Kaufinteressenten aus seiner 500.000 Personen umfassenden Kundendatenbank durchgeführt.

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