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Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrszwecke wächst weiter

Aktuell, so das Statistische Bundesamt, werden deutschlandweit 5,2 Millionen Hektar für Siedlung und Verkehr genutzt. Das entspricht etwa einem Siebtel (14,5 Prozent) der Gesamtfläche. Der tägliche Flächenzuwachs war zwar gegenüber dem vorherigen Vierjahreszeitraum leicht gesunken. Er betrug in den Jahren 2018 bis 2021 pro Tag 55 Hektar. Allerdings hinkt die Entwicklung weit hinter den politischen Zielen zurück. Siedlungs- und Verkehrsflächen gehen oft mit Versiegelung einher. Das schadet Böden und begünstigt Hochwasser. Zudem verursacht Zersiedelung mehr Verkehr. Deshalb hatte die Bundesregierung in ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2002 zunächst vorgegeben, den täglichen Zuwachs der Siedlungs- und Verkehrsfläche bis 2020 auf 30 Hektar zu reduzieren. Mit der Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2016 wurde dieses Ziel deutlich aufgeweicht und eine Begrenzung auf weniger als 30 Hektar bis zum Jahr 2030 festgelegt. Das integrierte Umweltprogramm 2030 benennt 20 Hektar als Ziel für das Jahr 2030. Um dieses Maß sicher zu erreichen, schlägt das Umweltbundesamt vor, die Flächenneuinanspruchnahme durch den Handel mit Flächenzertifikaten zu steuern.

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Nationale Klimaziele könnten bis 2030 erreicht werden

Im Klimaschutzgesetz (KSG) ist das Ziel formuliert: Die THG-Emissionen sollen bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 1990 um 65 Prozent verringert werden. Zu Beginn der Legislaturperiode ging das Umweltbundesamt noch davon aus, dass dieses Klimaziel von 1.100 Millionen Tonnen Treibhausgas überschritten werde. Den aktuellen Projektionen zufolge wird diese Lücke geschlossen – „wenn wir weiter so ambitioniert am Klimaschutz arbeiten“, so Messner. Den Rückgang der Emissionen führt er vor allem auf den geringeren Einsatz fossiler Brennstoffe und den erfolgreichen Ausbau der erneuerbaren Energien, die negative konjunkturelle Entwicklung in der Industrie sowie die gesunkene Energienachfrage und Energieeinsparungen zurück.

Im Gebäudesektor konnten die Emissionen im Jahr 2023 um 8,3 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente im Vergleich zum Vorjahr auf rund 102 Millionen Tonnen verringert werden. Das entspricht einem Minus von 7,5 Prozent. Damit überschreitet der Sektor die nach dem Klimaschutzgesetz erlaubte Jahresemissionsmenge um rund 1,2 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Neben den Energieeinsparungen aufgrund der milden Witterungsbedingungen in den Wintermonaten 2023 und den höheren Verbraucherpreisen wirkt sich der Zubau an Wärmepumpen positiv auf die Emissionsentwicklung im Gebäudebereich aus, so das Umweltbundesamt. Auch im Verkehrssektor lagen die Emissionen trotz einem leichten Rückgang um 1,2 Prozent mit rund 146 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente deutlich über den zulässigen Werten. „Die Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Landwirtschaft sowie Abfallwirtschaft und Sonstiges weisen eine Übererfüllung auf. Die Sektoren Verkehr und vor allem Gebäude zeigen eine gegenüber den früheren Projektionen verbesserte Entwicklung. Allerdings verfehlen sie ihre bisherigen Sektorziele“, so die Einordnung des Bundeswirtschaftsministeriums. „Da die Emissionen im Verkehr und in Gebäuden maßgeblich sind für die EU-Klimaschutzverordnung (Effort Sharing Regulation, ESR), bedeutet dies auch, dass Deutschland hier seine Ziele bis 2030 ohne weitere Maßnahmen verfehlen könnte.“

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