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Heizungswahl wird zum Kostenrisiko: Fraunhofer-Analyse warnt vor steigenden Nebenkosten

Hintergrund ist insbesondere die künftig steigende Beimischung teurer, knapper grüner Gase sowie der ab 2027 greifende europäische CO₂-Emissionshandel, der fossile Energieträger zusätzlich verteuert. Damit verlagert sich das Kostenrisiko zunehmend in die Betriebskosten – und damit direkt zu den Mietern.

Für Eigentümerinnen, Eigentümer und Verwaltungen entsteht daraus ein strategisches Spannungsfeld: Während Investitionsentscheidungen bei der Heiztechnik kurzfristig kostengetrieben getroffen werden, wirken sich die Folgekosten langfristig auf die Nebenkostenentwicklung, die Vermietbarkeit und potenzielle Konflikte mit Mietern aus.

Die Ergebnisse unterstreichen zudem das bekannte Nutzer-Investor-Dilemma: Eigentümer entscheiden über die Heiztechnik, während Mieter die laufenden Energiekosten tragen. Die Fraunhofer-Analyse zeigt, dass die Betriebskostennachteile fossiler Systeme perspektivisch sogar bestehende Umlagebegrenzungen übersteigen können. Die Wahl der Heiztechnik wird zunehmend zur wirtschaftlichen und sozialen Risikoentscheidung. Neben Investitionskosten müssen stärker denn je auch langfristige Betriebskosten, regulatorische Entwicklungen und Akzeptanzfragen berücksichtigt werden.

Die Studien „Ergebnisse Einzelgebäude 23.03.2026″ (Fraunhofer ISI, 2026) finden Sie hier:  https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2026/presseinfo-05-gebaeudemodernisierungsgesetz-BUND.html. Die „EWI-Kurzanalyse zu den Eckpunkten des Gebäudemodernisierungsgesetzes” (EWI, 2026) ist hier abrufbar: https://www.ewi.uni-koeln.de/de/publikationen/.

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Empirica-Analyse: Eigentumserwerb für Erstkäufer schwierig

Neben dem Eigenkapital ist seit der Zinswende 2022 auch das Einkommen stärker zum limitierenden Faktor geworden. Während zwischen 2007 und 2021 meist mehr als die Hälfte der betrachteten Haushalte die Einkommenshürde für eine Finanzierung genommen hätte, waren es 2025 nur noch 39 Prozent. Grundlage der Berechnung ist die Annahme, dass Käufer 20 Prozent Eigenkapital zuzüglich Erwerbsnebenkosten aufbringen und nicht mehr als 35 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für Zins und Tilgung einsetzen.

Besonders schwierig bleibt der Eigentumserwerb in den großen Städten. In Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München verfügten 2025 im Schnitt nur 4,1 Prozent der jungen Mieterhaushalte über genügend Eigenkapital. In Berlin lag der Anteil sogar bei lediglich 2,1 Prozent. 

Die Analyse macht deutlich, dass Wohneigentum für Erstkäufer in vielen Regionen weiter in die Ferne rückt. Vor allem hohe Eigenkapitalanforderungen und gestiegene Finanzierungskosten bleiben zentrale Hürden. Mehr dazu finden Sie hier: https://www.empirica-institut.de/nachrichten/details/nachricht/lbsempirica-erschwinglichkeitsbarometer-regionale-ersterwerber-potenziale-2026/ 

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